Über uns

Wer wir sind

Der Governance-Fonds begleitet die Umsetzung von Transformationsprozessen und Reformprioritäten in Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit durch die Vermittlung deutscher Governance-Erfahrungen. Das Projekt wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Alleinstellungsmerkmal: ein kuratiertes Netzwerk hochkarätiger deutscher Entscheidungsträger*innen aus Politik, Verwaltung, Justiz und Wissenschaft, die Peer-to-Peer-Dialoge auf Augenhöhe mit Entscheidungsträger*innen in Partnerländern führen. Gegenwärtig befindet sich das Projekt in der 4. Phase (2025-2028).

Unser Ansatz

Ausgangspunkt des Projekts ist das große Interesse in Partnerländern an erprobten deutschen Lösungsansätzen: Wie lässt sich beispielsweise ein Steuersystem so gestalten, dass lokalen und nationalen Regierungen mehr Eigeneinnahmen zur Verfügung stehen? Wie kann Verwaltungshandeln für die Öffentlichkeit transparent und verständlich gemacht werden? Welche Reformansätze tragen zur Stärkung einer unabhängigen Rechtspflege bei? 

Das Netzwerk des Governance-Fonds bringt hierfür erfahrene deutsche Peers mit Reformverantwortlichen im Partnerland zusammen und ergänzt so die fachliche Beratung auf Arbeitsebene.

 

 

Die Hochrangigkeit der Netzwerkpartner*innen öffnet dabei Türen für einen Dialog auf Augenhöhe, fördert die Anschlussfähigkeit und schafft Verbindlichkeit – für eine gemeinsame Lösungsfindung. Um einen Wissenstransfer zu erleichtern, wird das jeweilige Erfahrungswissen bedarfsgerecht aufgearbeitet und an kontextspezifische Gegebenheiten angepasst.

Unser Erfolgsrezept: Peer-to-Peer-Austausch

Die bisherigen Maßnahmen des Governance-Fonds zeigen Erfolg: So haben beispielsweise eine ehemalige Justiz-Staatssekretärin und ein ehemaliger Präsident des Hamburgischen Verfassungsgerichts gemeinsam mit einem äthiopischen Expertenteam eine Gesetzesbegründung zum äthiopischen Verwaltungsverfahrensgesetz erstellt und mit dem Justizministerium in Addis Abeba vorgestellt; als Folge einer Studienreise und des darauffolgenden Einsatzes der Beamten der Hamburger Finanzbehörde verabschiedete die Provinzversammlung in einer pakistanischen Region eine Gesetzesänderung zu Umsatzsteuern; in Peru entstand eine Partnerschaft zwischen der peruanischen Verwaltungshochschule und einem deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung.

Weitere Beispiele in unseren Impact Stories. 

Unsere Themen

Unsere Themen ergeben sich aus dem Verständnis davon, was Good Governance bedeutet: Der Begriff „Governance“ umfasst die Art und Weise, wie in einem Staat Entscheidungen getroffen, politische Inhalte formuliert und umgesetzt werden. Good Governance ist transparent, effektiv und legt Rechenschaft ab. Sie beteiligt die gesamte Bevölkerung und berücksichtigt die Meinungen und die Bedürfnisse von Minderheiten und benachteiligten Gruppen. Alle Bürgerinnen und Bürger werden mit den notwendigen öffentlichen Gütern und sozialen Dienstleistungen versorgt.

Öffentliche Finanzen

Öffentliche Finanzen

Die öffentlichen Finanzen eines Landes sind das Rückgrat des Staates. Ein funktionierendes System der öffentlichen Finanzen stellt sicher, dass die notwendigen Mittel für die Finanzierung von öffentlichen Gütern wie Sicherheit, Bildung und Gesundheit bereitstehen und effektiv eingesetzt werden.

Verwaltungsmodernisierung und digital Governance

Verwaltungsmodernisierung und digital Governance

Eine moderne Verwaltung muss sich laufend selbst erneuern. Dies geschieht durch die Neugestaltung des Aufbaus und der Ablauforganisation. Besondere Potenziale bietet die Digitalisierung, durch die Verwaltungshandeln effizienter und ortsunabhängiger werden kann.

Rechtsstaatlichkeit und Antikorruption

Rechtsstaatlichkeit und Antikorruption

Rechtsstaatlichkeit ermöglicht eine inklusive, nachhaltige und gerechte Entwicklung. Wesentlich ist die Unabhängigkeit der Justiz. Korruptionsbekämpfung verringert die Verschwendung öffentlicher Mittel, fördert eine effiziente Verwaltung und stärkt die Zivilgesellschaft.

Dezentralisierung

Dezentralisierung

Durch Dezentralisierung werden mehr Entscheidungsfreiheit und Verantwortung auf die unteren Ebenen der Politik und Verwaltung übertragen. Entscheidungen werden so auf die lokalen Bedürfnisse und spezifischen Kontexte besser angepasst. Dies stärkt die Demokratie und gute Regierungsführung.

Gender

Gender

Mit dem Ziel einer feministischen Außen- und Entwicklungspolitik durch die Bundesregierung ist das Thema Gender auch in Deutschland zentral in der internationalen Zusammenarbeit verankert. Als Querschnittsthema ebnet es in fast allen Themenbereichen den Weg zu einer gerechteren, inklusiveren und wohlhabenderen Gesellschaft.

Bürger*innenbeteiligung

Bürger*innenbeteiligung

Der Begriff der Bürger*innenbeteiligung umfasst vielfältige Formen der Einbeziehung von Bürger*innen in die Gestaltung des Gemeinwesens. Diese können so ihre Interessen und Anliegen bei öffentlichen Vorhaben einbringen. Dies erhöht Legitimität und Akzeptanz politischer Entscheidungen stärkt die demokratische Kultur.

 

Der Governance Fonds trägt somit zur Umsetzung der Sustainable Development Goals #5 (Geschlechtergleichheit), #16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) und #17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele) bei.