Matching expertise for good governance worldwide:

Deutsche Spitzenexpertise im Peer-to-Peer-Dialog für bessere Reformen

Aktuelles

Fiskaldezentralisierung in Kambodscha: High-Level-Beratung mit Werner Gatzer setzt praxisnahe Impulse

Wie können Provinzen in Kambodscha mehr finanzielle Eigenständigkeit erhalten, um bessere öffentliche Dienstleistungen zu erbringen? Bei einer einwöchigen Beratungsmission des ehemaligen Staatssekretärs im BMF, Werner Gatzer, wurden gemeinsam mit kambodschanischen Partnern aus beispielsweise dem Finanzministerium konkrete Optionen, Empfehlungen und Pilotansätze erarbeitet.

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Governance-Fonds veröffentlicht zwei neue Studien zu Verwaltungsverfahren und Steuererfassung

Der Governance-Fonds hat zwei neue Studien veröffentlicht, die praxisnahe Impulse für Reformen in Partnerländern liefern. Beide Publikationen bereiten zentrale Elemente deutscher Governance-Erfahrungen auf und leiten konkrete Handlungsempfehlungen für die Umsetzung vor Ort ab. 

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Governance-Fonds Netzwerkpartnertreffen: 

Politikfelder verknüpfen, Zukunft gemeinsam gestalten

Am 4. Mai 2026 fand in der GIZ-Repräsentanz in Berlin das Netzwerktreffen 2026 des Governance-Fonds statt. 45 (ehemals) hochrangige Vertreter*innen aus Politik, Justiz und Wissenschaft diskutierten aktuelle Herausforderungen wie den neuen Reformplan des BMZ, die Verteidigung der Demokratie sowie die Frage, wie Reformen zur Staatsmodernisierung hierzu beitragen können.

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Wer wir sind

Der Governance-Fonds unterstützt die Umsetzung von Transformationsprozessen und Reformprioritäten in ausgewählten Partnerländern durch die Nutzung deutscher Governance-Erfahrungen. Ausgangspunkt des Projekts ist die Erkenntnis, dass weltweit in vielen Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ein großes Interesse an spezifisch deutschen Lösungsansätzen für gesellschaftliche Herausforderungen besteht.

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Das Netzwerk

Der Governance-Fonds hat ein Netzwerk von deutschen und internationalen Leistungsträger:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft aufgebaut, das stetig erweitert wird.

Wie ist das Netzwerk des Governance-Fonds aufgebaut? Wie arbeitet es? Welche Personen werden gesucht, und wie werde ich Mitglied?

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  • Dr. Ulrich Nußbaum

    Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, a.D.
  • Barbara Meincke

    Leiterin des Programmes “Citizen Engagement for Good Governance, Accountability and Rule of Law” (CEGGA) II in Laos
  • Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin

    Bundesjustizministerin a.D.
  • Dr. Birgit Grundmann

    Staatssekretärin a.D. (Bundesministerium der Justiz)
  • Hans Hinrich Coorssen

    Haushaltsdirektor der Hansestadt Hamburg a.D.
  • Jost de Jager

    Wirtschaftsminister a.D. des Landes Schleswig Holstein
  • Manuela Soeller-Winkler

    Staatssekretärin a.D.
  • Jens Bullerjahn

    Ehemaliger Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt
  • Peter Mandler

    Hessisches Ministerium der Finanzen
  • Jörg Bülow

    Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetags
  • Hans Frühauf

    Programmleiter, Förderung des Reformprogramms zur Kommunalentwicklung in Palästina, GIZ
  • „Die Zusammenarbeit mit den Behörden und insbesondere die peer to peer Beratung in den kurdischen Regionen Irak war ausgesprochen produktiv und von einem beeindruckenden Engagement geprägt, was den Einsatz für mich persönlich sehr interessant machte. Die GIZ schuf durch die ihre Unterstützung und Organisation die optimalen Rahmenbedingungen für diesen erfolgreichen Austausch.“

  • “Die Beratung durch eine ehemalige deutsche Staatssekretärin mit eigener Reform­erfahrung war für unsere Partner und mich ein echter Gewinn. Ihr tiefes Verständnis politischer Dynamiken und der direkte Austausch auf Augenhöhe haben unsere Reformprozesse spürbar gestärkt.”

  • "Der Beratungseinsatz zur Stärkung der Unabhängigkeit der Justiz in der Mongolei war sehr erfolgreich. Er hat eindrucksvoll gezeigt, dass internationale Zusammenarbeit konkrete Ergebnisse liefert, wenn sie von der konkreten Lage in der Justiz ausgeht und auf Augenhöhe stattfindet. Der Einsatz hat erste Schritte zur Stärkung der richterlichen Unabhängigkeit aufgezeigt, die jetzt umgesetzt werden sollen. Alle Beteiligten hoffen, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt werden kann!“

  • “Meinen langjährigen Einsatz für den Governance Fonds empfinde ich als persönlich bereichernd und in der Sache ausgesprochen wirksam: Man erreicht die Entscheidungsträger und die Fachleute in den Ministerien der Partnerländer. Durch einen regelmäßigen Austausch mit den relevanten Stakeholdern aus Regierung und Zivilgesellschaft vor Ort und anschließenden bedarfsorientierten Studienreisen für hochrangige Delegationen kennt und vertraut man sich. Das erhöht unseren Einfluss auf echte rechtsstaatliche Reformen in den Partnerländern und es stärkt die Zivilgesellschaft vor Ort. Es entstehen Netzwerke, von denen auch die eng eingebundenen GIZ-Kolleginnen und Kollegen in den Partnerländern profitieren können.”

  • "Die Professionalität und das Engagement der madagassischen Entscheidungsträger – von der Bürgermeisterin bis zur Ministeriumsebene – haben mich tief beeindruckt. Sowohl vor Ort als auch im Rahmen einer Delegationsreise der Madagassischen Partner nach Deutschland wurde deutlich, dass der Fachaustausch auf Augenhöhe für beide Seiten inspirierend ist. Das schlichte Übertragen hiesiger Lösungen und Verfahren ist eher nicht zielführend.“

  • "Im Prinzip unterscheidet sich die Zusammenarbeit mit Ansprechpartnern aus der Entwicklungszusammenarbeit gar nicht so sehr von der Beratung öffentlicher Einrichtungen in Deutschland. In beiden Fällen geht es darum, die spezifische Situation des Gegenüber zu verstehen und aus der eigenen Erfahrung Lösungsansätze zu entwickeln. Nur die Bedingungen unterscheiden sich doch ganz erheblich."

  • "Die Erfahrung, sich mit Partnern in einem – vermeintlich – so fernen Land  in so kurzer Zeit über fachliche Themen wirklich tiefgreifend und offen austauschen und darüber Vertrauen und eine persönliche Beziehung herstellen zu können, ist ungemein bereichernd."

  • "Nach so vielen Jahren in der Politik ist es für mich spannend, mit Partnern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit meine Erfahrungen in der Fiskaldezentralisierung zu teilen. Ein Verständnis für die Probleme in den Partnerländern zu entwickeln, erweitert den Horizont und lässt vieles, das wir hier in Deutschland als selbstverständlich erachten, in einem anderen Licht erscheinen."

  • "Natürlich können und wollen wir den hessischen kommunalen Finanzausgleich nicht auf Bolivien übertragen, aber inspiriert haben wir die Partner allemal. Eine Erkenntnis war, dass Verwaltung jenseits aller Grenzen ähnlich tickt und pragmatische Lösungen anstrebt."

  • "Es macht einfach Spaß, sich mit Kollegen auszutauschen, die denselben Job machen wie ich – nur eben in einem ganz anderen Land unter viel schwierigeren Voraussetzungen. Wenn sich aus den Gesprächen mehr entwickelt und wir Partnerschaften oder sonstige Formen des Austausches finden, würde mich persönlich das freuen."

  • "Die Gespräche mit deutschen Raumplanern waren für die Partner aus Palästina so inspirierend, dass sie gleich mehrere der in Deutschland kennengelernten Fachleute als Sprecher zu einer nationalen Konferenz zum Thema Raumplanung eingeladen haben. Wir gehen davon aus, dass daraus langfristige Partnerschaften entstehen.“

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Neue Studien des Governance-Fonds